Thailändische Fluggesellschaften bitten angesichts explodierender Kerosinpreise dringend um Hilfe

Die Fluggesellschaften fordern angesichts steigender Kerosinpreise, die ihren Betrieb stark belasten, umgehend staatliche Unterstützung. Das Verkehrsministerium hat zugesagt, die vorgeschlagenen Maßnahmen zu prüfen.

Verkehrsminister Phiphat Ratchakitprakarn traf sich mit Führungskräften von Bangkok Airways, Thai AirAsia, Thai VietJet Air, Nok Air und Thai Lion Air sowie Vertretern von Luftfahrtbehörden

Der thailändische Luftfahrtverband erklärte, die Fluggesellschaften hätten trotz Verlusten den Flugbetrieb während des Songkran-Festes aufrechterhalten, die Kapazität sei jedoch inzwischen auf gut 60 % des Vorkrisenniveaus gesunken. Dieser Rückgang spiegele den allgemeinen Druck wider, dem die Branche seit Beginn der Treibstoffpreissteigerungen Anfang des Jahres ausgesetzt sei.

Die Fluggesellschaften schlugen drei Maßnahmen vor: eine sechsmonatige Aussetzung der Fluggebühren, eine verlängerte Zahlungsfrist für Gebühren von April bis September und eine Senkung der Verbrauchssteuer auf Jet A-1-Treibstoff von 4,726 Baht pro Liter auf 0,20 Baht für sechs Monate, berichtete die Bangkok Post.

In einer weiteren Meldung kündigt Thai Airways an, die Flugfrequenzen auf Inlands-, Asien- und Europastrecken im Mai aufgrund der schwächeren Tourismusnachfrage und hoher Treibstoffkosten zu reduzieren. Betroffen sind unter anderem die Inlandsstrecken nach Khon Kaen, Udon Thani und Ubon Ratchathani. In Asien ist die Kürzung in Seoul Incheon am stärksten: Die Flüge werden von drei auf einen täglichen Flug reduziert, während die Verbindung nach Kaohsiung komplett eingestellt wird. Auch die Strecken nach Singapur, Tokio, Peking, Shanghai, Taipeh und Hongkong werden gekürzt. Die Verbindungen nach Südasien (Mumbai, Delhi und Hyderabad) werden ebenso reduziert wie die europäischen Verbindungen nach Istanbul, Frankfurt, München und in die drei skandinavischen Hauptstädte. Die Fluggesellschaft weist darauf hin, dass sich die Flugpläne ändern können und Umbuchungsmöglichkeiten bestehen.

Verkehrsminister

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